Die neuen Spielregeln im Onlinemarketing:
Der Funnel ist nicht tot. Nur anders.
Funnels. Kaum ein anderes Buzzword hat das Onlinemarketing der letzten zehn Jahre so geprägt wie die allgegenwärtigen Verkaufstrichter. Was als ein simpler „Verkaufstrichter“ begann, ist heute ein komplexes, vernetztes System aus Touchpoints, psychologischen Triggern und automatisierten Prozessen. Doch seit 2024 erleben Funnels einen tiefgreifenden Wandel. KI, Datenschutzgesetze, das veränderte Nutzerverhalten und die Flut an Content haben die Spielregeln neu geschrieben.
Wer glaubt, mit einem klassischen 3-Schritte-Funnel (Leadmagnet → E-Mailserie → Salespage) noch sicher zum Ziel zu kommen, merkt schnell: Die Conversion-Rates bröckeln. Zeit für ein Update und für Lösungswege, die Funnels wieder zum Umsatzbooster machen.
Warum Funnels im Onlinemarketing weiterhin unverzichtbar sind
Ein Funnel ist im Kern nichts anderes als eine geplante Kundenreise. Von der ersten Aufmerksamkeit bis zum ersten Kauf und dann zur langfristigen Kundenbindung. Er ist das digitale Gegenstück zu einem perfekten Verkäufer, der:
· zur richtigen Zeit die richtigen Worte findet;
· weiß, wann er welche „Knöpfe“ drücken muss;
· den Kunden versteht, bevor er sich selbst klar ist, was er braucht;
· Den Kunden charmant durch den Kaufentscheidungsprozess führt;
· und nie müde wird, im passenden Moment den Abschluss einzuleiten.
Ohne Funnel gleicht Online-Marketing einem Streuschuss ins Leere. Der Funnel macht aus Traffic einen planbaren Umsatzhebel. Und das 24/7.
Warum das Gerücht umgeht, Funnels seien tot
Bekanntlich leben Totgesagte länger. Regelmäßig werden Elemente des Onlinemarketings für tot erklärt. Dennoch: E-Mail-Marketing erlebt eine neue Blütezeit. Onlineanzeigen konvertieren immer noch. Sie sehen nur etwas anders aus und die Plattformen für die Onlinewerbung variieren. Und auch der Funnel insgesamt wird überleben. Denn er ist keine kurzfristige Taktik, sondern eine flexibel anpassbare Marketingstrategie mit vielen Spielarten. Nur die Spielregeln werden neu gestaltet.
1. Datenschutz & Vertrauen statt Lead-Sammelwut
Während 2020 noch galt: „Leads sammeln um jeden Preis“, ist seit der Verschärfung von Datenschutzregeln (DSGVO-Updates, ePrivacy-Richtlinien, Cookie-Beschränkungen) klar: Nutzer wollen keine nervigen Popups und oberflächliche 08-15-Freebies mehr, die auf der Festplatte des PCs Staub ansetzen und nie wieder hervorgeholt werden.
Der Trend: Qualität statt Quantität. Weniger Leads, dafür hochqualifizierte Kontakte, die sich bewusst auf einer Mailingliste eintragen, weil sie echte Veränderung mit Ergebnissen und Hilfe dabei erwarten.
2. KI als Funnel-Architekt
2024 war das Jahr, in dem generative KI endgültig im Mainstream ankam. Funnel-Texte, Ads, sogar ganze Nurture-Sequenzen werden heute von Tools erstellt oder zumindest vorgeplant. Das spart Zeit, führt aber zu einer Übersättigung an generischem Content und Botschaften aus heißer Luft. Nutzer erkennen mittlerweile sofort, ob ein Text aus dem Herzen kreiert wurde oder von ChatGPT stammt.
Folge: Wer KI nutzt, muss differenzieren. KI-Texte müssen angepasst und mit individueller Stimme, Empathie und emotionaler Tiefe aufgewertet werden.
3. Vom linearen Funnel zum Experience-Funnel
Kunden laufen längst nicht mehr brav Schritt für Schritt durch einen Trichter. Sie springen quer, recherchieren parallel auf Social Media, lesen Bewertungen und kehren über Umwege - hoffentlich - zurück.
Heute lässt sich kein Kunde mehr mit Druck durch einen Funnel pressen. Wie auch im realen Leben unserer „Spaßgesellschaft“, wollen Kunden etwas erleben. Sie wollen mit allen Sinnen, eventuell in Gesellschaft, und in aller Ruhe shoppen, bewusste Entscheidungen treffen und nicht zum Kaufen gedrängt werden. Sie wollen emotional involviert sein, umfassend informiert, bespaßt und ordentlich mit Dopamin belohnt werden.
Seit 2024 ist ein Funnel kein linearer Verkaufstrichter, keine Einbahnstraße mehr. Er ist vielmehr ein vielschichtiges, interaktives Multichannel-Ökosystem, das Schleifen dreht, statt geradewegs durchs Ziel zu führen.
4. Aufmerksamkeit ist die neue Währung
Die Content-Flut ist gigantisch. LinkedIn, TikTok, YouTube, Newsletter – jeder kämpft um Sekunden im Feed. Ein Funnel, der es nicht schafft, die Aufmerksamkeit sofort zu fesseln, verliert.
Tatsächlich sollen Goldfische inzwischen eine längere Aufmerksamkeitsspanne haben als viele Menschen. Laut, bunt, schnell soll es sein. Doch gleichzeitig gibt es eine Gegenbewegung der Achtsamen, die sich bewusst für weniger Medienkonsum und mehr Langsamkeit entscheiden. Doch das ist nicht der Massenmarkt.
Trend: Micro-Content als Funnel-Einstieg (Shorts, Karussells, Memes), der direkt in tiefere Ebenen führt.
5. Datenflut hin oder her, Kaufentscheidungen sind emotional
Paradoxerweise reagieren Menschen 2025 noch stärker auf emotionale Ansprache als bisher. KI kann Daten clustern, aber sie kann kein echtes Gefühl erzeugen. Marken, die es schaffen, authentisch zu wirken und menschliche Nähe aufzubauen, gewinnen das Rennen. Dabei helfen wiederum Daten: je besser und tiefenpsychologischer Kunden erforscht werden in ihrem Denken, Fühlen und Verhalten, desto besser gelingt die Resonanz zwischen Kunde und Anbieter. Dabei kann ein KI-Tool wie Buyersoul helfen.
Neue Herausforderungen für Marketer
- Sinkende Öffnungsraten bei E-Mails, weil KI-Filter Spam besser erkennen.
- Skepsis gegenüber KI-Content, da alles gleich klingt.
- Steigende Ad-Kosten, weil Plattformen wie Meta und Google mit KI-Optimierungen selbst den größten Teil der Wertschöpfung kontrollieren.
- Kundenloyalität ist fragiler: Ein Klick entfernt wartet die nächste Alternative.
Lösungswege: So sehen erfolgreiche Funnels 2025 aus
1. Mensch + KI = Hybrid Funnel
KI ist ein Turbo, kein Ersatz. Erfolgreiche Funnels kombinieren maschinelle Effizienz mit menschlicher Authentizität.
- KI erstellt die Grundstruktur, Headlines, A/B-Tests.
- Der Mensch sorgt für emotionale Tiefe, Storytelling, Archetypen-Ansprache.
- So entstehen Botschaften, die konvertieren und berühren.
2. Value-First-Ansatz - Wert statt Werbung
Funnels, die heute konvertieren, verkaufen nicht direkt – sie geben zuerst echten Wert. Und damit sind nicht E-Books mit oberflächlichen, theoretischen Tipps gemeint. Heute geht es um erste Fortschritte von Anfang an: nicht nur mehr Wissen, sondern direkt kleine Umsetzungserfolge. Beispiele:
- Interaktive Quizze mit individuellem Ergebnis.
- Micro-Learnings (3-Minuten-Videos, Cheatsheets).
- Community-Erlebnisse statt bloße Freebie-Downloads.
3. Personalisierung durch Datenethik
Statt unüberschaubarer Datenberge gilt: wenige, aber aussagekräftige Informationen. Ein gutes Idealkundenprofil (Archetypen, Motive, Sprache) ersetzt heute 100 oberflächliche Metriken.
Ein tiefenpsychologisches Kundenprofil kann sogar mit KI erstellt werden und erspart so im ersten Schritt viel Zeit für Befragungen, Recherchen und Auswertungen.
4. Multi-Channel-Synchronisation
Ein Funnel funktioniert nicht mehr nur über E-Mail. Erfolgreich sind Marketer, die Social Media, Messenger, Ads und Newsletter intelligent verzahnen. Beispiel: Ein LinkedIn-Karussell weckt Aufmerksamkeit → Messenger-Bot lädt zum Webinar ein → personalisierte Mail vertieft → Salespage schließt ab.
5. Storytelling über die gesamte Customer Journey
Der rote Faden entscheidet. Ein Kunde, der im Funnel immer wieder dieselbe Haltung, Stimme und Werte spürt, fühlt sich aufgehoben. Wer hingegen generische KI-Phrasen streut, verliert.
Praxisbeispiel: Funnel 2025 in Aktion
Stellen wir uns ein Coaching-Business vor. Früher:
1. Freebie: PDF „10 Tipps für mehr Fokus“.
2. Follow-up-Mails.
3. Salespage.
Heute:
1. Einstieg: Ein 30-Sekunden-Reel auf LinkedIn mit einer Story („Wie ich morgens 3 Stunden Zeit verschwende, bevor ich ins Tun komme“).
2. Engagement: Mini-Quiz „Welcher Fokustyp bist du?“ – personalisierte Auswertung.
3. Vertrauen: 3-teilige E-Mailserie mit Storytelling und Micro-Wins (Übung zum Sofort-Umsetzen).
4. Conversion: Live-Workshop mit Chat und Interaktion.
5. Bindung: Exklusive Community für Kunden mit Challenges & Co-Working.
Das ist kein linearer Trichter mehr, sondern ein Erlebnis, bei dem der Kunde jederzeit ein- und aussteigen kann sich verstanden fühlt und nicht den Faden verliert.
Der Blick in die nahe Zukunft: Funnels als Beziehungssystem
Funnels sind nicht tot. Sie sind lebendiger und notwendiger denn je, aber anders. Eher ein Buffet als eine Suppenküche mit Massenabfertigung. Der Funnel der Zukunft ist kein starres Konstrukt, sondern ein dynamisches Beziehungssystem. Denn Menschen kaufen von Menschen, die sie zu kennen glauben, denen sie vertrauen und die sie mögen. Sie wollen sich gesehen, verstanden und geschätzt fühlen. Eine echte Kundenbeziehung aufzubauen, ist der Schlüssel. Dann ist Verkaufen überflüssig.
- Authentizität schlägt Automatisierung.
- Qualität schlägt Quantität.
- Erlebnis schlägt reine Effizienz.
Wer diese Prinzipien beherzigt, wird 2025 nicht nur seine Conversions steigern, sondern echte Markenbindung schaffen, ohne teure Imagewerbung.
Fazit
Seit 2024 hat sich das Spielfeld der Funnels drastisch verändert: mehr Datenschutz, mehr KI, mehr Content-Konkurrenz. Doch wer die Zeichen der Zeit erkennt, baut heute Funnels, die nicht nur verkaufen, sondern Beziehungen aufbauen und Erlebnisse bieten.
Die Erfolgsformel lautet: Technologie + Menschlichkeit + authentisches Storytelling. Nur so wird aus einem kalten, anonymen Funnel ein freundschaftlich-herzlicher Weg, den Kunden gerne mit uns gemeinsam gehen – vom ersten Klick bis zur langfristigen Partnerschaft.
Ist hier KI im Spiel?
Ja, zum Teil. Dieser Artikel wurde mithilfe von ChatGPT entworfen und von mir persönlich nach eigenen Recherchen und mit eigenen Erfahrungen überarbeitet und ergänzt.
